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Warum Argumentieren Aufträge kostet und Fragen zu mehr Abschlüssen führen

Argumentieren ist der Tod jedes Verkäufers

„Argumentieren ist der Tod jedes Verkäufers.“

Diesen Satz höre ich regelmäßig in unseren Trainings. Viele Teilnehmer schauen mich zunächst überrascht an. Schließlich sind zahlreiche Verkäufer überzeugt, dass sie möglichst viele gute Argumente brauchen, um erfolgreich zu sein.

Die Praxis zeigt jedoch ein anderes Bild. Die erfolgreichsten Hausverkäufer überzeugen ihre Kunden nur selten mit Argumenten. Stattdessen gewinnen sie Vertrauen, weil sie ihre Kunden wirklich verstehen.

Genau dieser Unterschied entscheidet häufig darüber, ob ein Interessent unterschreibt oder sich für einen Mitbewerber entscheidet.

Warum viele Verkäufer zu früh präsentieren

In vielen Verkaufsgesprächen beginnt bereits nach wenigen Minuten die Präsentation. Das Unternehmen wird vorgestellt, die Qualität hervorgehoben, technische Details erläutert und Ausstattungen präsentiert. Häufig werden sogar schon Vergleiche mit Mitbewerbern gezogen.

Dabei entsteht jedoch ein entscheidender Fehler: Zu diesem Zeitpunkt hat der Kunde seine eigentlichen Wünsche, Sorgen und Beweggründe oft noch gar nicht ausgesprochen.

Wer argumentiert, bevor er seinen Kunden wirklich verstanden hat, liefert zwar viele Informationen, trifft aber häufig nicht den eigentlichen Bedarf. Genau deshalb verpuffen selbst die besten Argumente.

Zwei Ohren sind wertvoller als ein Mund

Es gibt einen guten Grund, warum wir zwei Ohren und nur einen Mund haben.

Erfolgreiche Verkäufer hören deutlich mehr zu, als sie sprechen. Sie stellen gezielte Fragen, hören aufmerksam zu und fragen konsequent nach. Gleichzeitig geben sie dem Kunden genügend Raum, seine Wünsche und Vorstellungen offen zu schildern.

Denn nur wer die richtigen Antworten kennt, kann später die passende Lösung präsentieren.

Der kluge Verkäufer fragt

Einer meiner Lieblingssätze lautet:

„Der Dumme antwortet. Der Kluge fragt.“

Viele Verkäufer glauben, möglichst schnell eine passende Antwort liefern zu müssen. Die besten Verkäufer gehen jedoch genau den umgekehrten Weg.

Sie fragen zum Beispiel:

  • Warum möchten Sie gerade jetzt bauen?
  • Was soll Ihr neues Zuhause für Sie ermöglichen?
  • Was gefällt Ihnen an Ihrer heutigen Wohnsituation?
  • Was möchten Sie künftig verändern?
  • Welche Punkte sind Ihnen besonders wichtig?

Mit jeder Antwort entsteht ein klareres Bild. Dadurch erkennt der Verkäufer nicht nur die Wünsche seines Kunden, sondern auch dessen eigentliche Kaufmotive. Genau dieses Verständnis entscheidet später über den erfolgreichen Abschluss.

Verkaufen funktioniert wie Mathematik

Stellen Sie sich vor, Sie kennen bereits das gewünschte Ergebnis.

In der Mathematik rechnet man häufig rückwärts. Genauso funktioniert erfolgreicher Verkauf.

Wenn das gewünschte Ergebnis ein überzeugter Kunde ist, stellt sich automatisch die entscheidende Frage:

Welche Informationen benötige ich, damit der Kunde am Ende mit voller Überzeugung kauft?

Die Antwort ist einfach: Diese Informationen erhalten Sie ausschließlich durch die richtigen Fragen.

Wer die richtigen Fragen stellt, erhält die richtigen Antworten. Dadurch kann er genau die Lösung präsentieren, die optimal zu den Bedürfnissen des Kunden passt.

Vertrauen ist stärker als jedes Argument

Das Wort „Überzeugen“ hat seinen Ursprung im Wort „Zeugen“. Ein Kunde muss die Vorteile Ihres Angebots selbst erkennen und zu seiner eigenen Überzeugung gelangen.

Er soll am Ende sagen:

  • Das ist genau das, was ich suche.
  • Das löst mein Problem.
  • Das erfüllt meine Wünsche.
  • Diesem Unternehmen vertraue ich.

Gerade deshalb funktioniert Druck im Verkauf nur selten.

Echtes Interesse schafft Vertrauen. Außerdem stärkt aufmerksames Zuhören die Beziehung zum Kunden. Erst durch echtes Verständnis entsteht das Vertrauen, das letztendlich zur Kaufentscheidung führt.

Die Bedarfsanalyse entscheidet über den Auftrag

Im Zimmermann Haus-Verkaufstraining gehört die Bedarfsanalyse zu den wichtigsten Bestandteilen des gesamten Verkaufsprozesses.

Viele Verkäufer konzentrieren sich zunächst auf Grundrisse, Technik oder Preise. Die erfolgreichsten Verkäufer beginnen dagegen beim Menschen.

Unsere strukturierte Bedarfsanalyse umfasst unter anderem:

  1. Grundstück und Rahmenbedingungen prüfen
  2. Den Gesprächsablauf transparent gestalten
  3. Kaufmotive herausarbeiten
  4. Wohn- und Nutzungsanforderungen verstehen
  5. Finanzielle Möglichkeiten klären
  6. Wünsche zur Ausstattung und Gestaltung erfassen
  7. Kaufbereitschaft erkennen
  8. Aufgaben und Verantwortlichkeiten festlegen
  9. Die nächsten Schritte verbindlich vereinbaren

Insbesondere die Kaufmotive, die Finanzierung, die Kaufbereitschaft und die verbindliche Vereinbarung der nächsten Schritte entscheiden darüber, ob aus einem Interessenten tatsächlich ein Kunde wird.

Diese Struktur gibt beiden Seiten Sicherheit – dem Verkäufer ebenso wie dem Kunden.

Fazit: Wer fragt, führt

Wer dauerhaft mehr Aufträge gewinnen möchte, braucht häufig weniger Argumente und dafür deutlich bessere Fragen.

Verkaufen bedeutet nicht, Menschen zu überreden. Erfolgreicher Verkauf bedeutet vielmehr, Menschen zu verstehen.

Deshalb gilt auch nach vielen Jahren Verkaufstraining:

Wer fragt, führt.

Wer zuhört, versteht.

Wer versteht, gewinnt Vertrauen.

Und Vertrauen verkauft Häuser.

Sie möchten lernen, wie Sie mit einer strukturierten Bedarfsanalyse mehr Bauverträge abschließen?

Im Zimmermann Haus-Verkaufstraining zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie erfolgreiche Hausverkäufer Verkaufsgespräche führen, Kaufmotive erkennen und Interessenten sicher bis zum Vertragsabschluss begleiten.


„Zählen Sie nicht die Menschen, die Sie erreichen, sondern erreichen Sie die Menschen, die zählen!“

Klaus Zimmermann